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Ausstellungen


Meeting Points 7

Zehntausend Täuschungen und hunderttausend Tricks

10. Mai 2014 bis 31. August 2014
Belvedere 21Belvedere
Im Rahmen des siebten Teils von Meeting Points, einem Festival für zeitgenössische Kunst aus dem arabischen Raum im internationalen Kontext, eröffnet im 21er Haus in Wien die Schau zehntausend täuschungen und hunderttausend tricks. Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen, einem multidisziplinären Kunstfestival, und dem 21er Haus, einem Museum für zeitgenössische Kunst, das sich der österreichischen Kunst und deren internationalen Bezügen widmet, realisiert.

Der Titel des Projekts, zehntausend täuschungen und hunderttausend tricks, ist ein Zitat aus Die Verdammten dieser Erde (1961), einem Buch des revolutionären Philosophen Frantz Fanon über die algerische Revolution, dessen Titel sich aus der Anfangszeile der Internationale, des Lieds der Arbeiterbewegung, ableitet. Über die Zeit hin angelegt, taucht zehntausend täuschungen und hunderttausend tricks an verschiedenen Schauplätzen auf und richtet die Themen auf diese Orte und deren spezifische geopolitische und historische Verhältnisse aus. Die Schau unternimmt auch Streifzüge in mehrere verwandte Themenfelder und setzt sich mit der heutigen Rolle der Mittelklasse in Revolten verschiedener geografischer Regionen, Formen des Neokolonialismus, der Konterrevolution und Kooptierung sowie unterschiedlichen Strategien, sich gegen Unterdrückung zur Wehr zu setzen, auseinander.

Die Ausstellung konfrontiert neue Arbeiten mit historischen Positionen und umfasst eine Reihe von Werken aus der Sammlung des 21er Hauses/Belvedere, die in enger Zusammenarbeit mit Luisa Ziaja, Kuratorin im 21er Haus, ausgewählt wurden. Auf Grundlage des initiierten Dialogs mit dem spezifischen Ort verlagert die Ausstellung in einem zweiten Schritt ihre Blickrichtung, um eine Reihe verwandter Themen zu beleuchten, deren Bandbreite von systematischer Intoleranz und dem Aufleben nationalistischer Ressentiments über die Antieinwanderungsgesetze in ganz Europa bis zur Neueinschätzung des Erbes der Moderne und der Rolle von Museen bei der Neugestaltung des Bezugs zwischen Engagement, Selbstreferentialität und Ästhetik reicht.

Zehntausend täuschungen und hunderttausend tricks wurde im September 2013 in der Gallery Nova in Zagreb eröffnet. Seine Fortsetzung fand Meeting Points 7 im Oktober 2013 am MHKA in Antwerpen, im Februar 2014 am Contemporary Image Collective (CIC) in Kairo, im März 2014 in Zusammenarbeit mit Para Site in Hongkong und im April 2014 im Beirut Art Center in Beirut. Am 7. Juli eröffnet die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der V–A–C Foundation am Institut für Afrikastudien in Moskau.

Kuratiert wird Meeting Points 7 von What, How & for Whom/WHW, einem 1999 gegründeten Kuratorenkollektiv mit Sitz in Zagreb und Berlin. WHW organisiert Produktions-, Ausstellungs- und Publikationsprojekte und leitet die Gallery Nova in Zagreb. Zurzeit arbeitet WHW an einem langfristigen Kooperationsprojekt mit dem Titel Beginning as well as we can (How do we talk about fascism?) und kuratiert die Ausstellung Really Useful Knowledge, die im Oktober im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid eröffnet wird.

Ein Projekt von Young Arab Theatre Fund
Präsentiert von den Wiener Festwochen in Kooperation mit dem Belvedere im 21er Haus

Mit Arbeiten von
Lawrence Abu Hamdan, Martin Arnold, Marwa Arsanios, Sven Augustijnen, Kianoush Ayari, Hicham Benohoud, Gerard Byrne, Filipa César, Céline Condorelli, DAAR, Ramesch Daha, Carola Dertnig, Goran Devi, Roy Dib, Eva Egermann, Simone Fattal, Simohammed Fettaka, Karpo Godina, Nilbar Güre, Sharon Hayes, Adelita Husni-Bey, Iman Issa, Sanja Ivekovi, Maryam Jafri, Rajkamal Kahlon, Johanna Kandl, Anton Kannemeyer, Gülsün Karamustafa, Runo Lagomarsino, Victoria Lomasko, Maha Maamoun, Jumana Manna, Azzedine Meddour, Edgar Morin & Jean Rouch, Christian Philipp Müller, Tom Nicholson, Daniela Ortiz, Lisl Ponger, Darinka Pop Miti, Marta Popivoda, Arnulf Rainer/Dieter Roth, Curt Stenvert, Katarina Ševic and Tehnica Schweiz (Gergely László and Péter Rakosi), Cecilia Vicuña

Mit Unterstützung von
Allianz Kulturstiftung,Flemish Authorities, Ford Foundation, Australia Council for the Arts, Foundation for Arts Initiatives, Office for Contemporary Art Norway / OCA