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Ausstellungen


LIVE N' ACTION: Edgar Arceneaux

26. Oktober 2016 bis 26. Oktober 2016
Belvedere 21Belvedere
Am 26. Oktober präsentiert der amerikanische Künstler Edgar Arceneaux die Europa-Premiere seines Films Until, Until, Until… im Blickle Kino im 21er Haus. Anschließend wird die Performance A Time To Break Silence mit Live-Soundtrack des Detroiter DJs Ray 7 von Underground Resistance und dem Wiener Musiker Rupert Huber von TOSCA in der Ausstellung AI WEIWEI translocation – transformation neu inszeniert. Beide Werke behandeln Themen wie Black culture und ihre Medienrepräsentation, Rassendiskriminierung, Zensur sowie die komplexen Verknüpfungen zwischen Aktualität, Historizität und Serendipität.
Am 26. Oktober 2016 feiert der amerikanische Künstler Edgar Arceneaux im Blickle Kino im 21er Haus die Europa-Premiere seines Films Until, Until, Until..., der aus dem Material seiner ersten Live-Performance entstanden ist. Die Arbeit wurde von Performa 15, der New Yorker Performance Biennale, kommissioniert und erhielt den von der Biennale verliehenen Malcolm McLaren-Preis.

Until, Until, Until... befasst sich mit einer Darbietung des afroamerikanischen Schauspielers Ben Vereen (*1946), die als Teil der feierlichen Amtseinführung von Ronald Reagan im Jahr 1981 im US-Fernsehen übertragen wurde. Die Aufführung war ursprünglich als Hommage an Amerikas ersten etablierten schwarzen Entertainer Bert Williams konzipiert, jedoch wurden die letzten fünf Minuten der Übertragung zensuriert, um die Zuschauer nicht mit Vereens beißendem Kommentar zur Geschichte der Rassendiskriminierung und rassistischer Stereotype in der Unterhaltungsbranche zu konfrontieren.

Das einstündige Stück basiert auf dem nicht ausgestrahlten Teil der damaligen Darbietung. Der Künstler machte es sich zur Aufgabe den besagten Abend nachzustellen, um auf die fortwährende Präsenz und Auswirkung des Vergangenen auf die Gegenwart aufmerksam zu machen. Das Stück hinterfragt in jedem seiner drei lose zusammenhängenden Teile den Wahrheitsgehalt von Geschichtsschreibung und reflektiert über das kollektive Verständnis historischer Ereignisse. Außerdem zeigt Arceneaux auf, wie sehr rassistische Klischees und Erzählungen durch ihre mediale Darstellung in der Gesellschaft verfestigt werden, wobei dem Fernsehen und seiner Möglichkeit der Verschmelzung von Realität und Fiktion dabei eine Sonderstellung zukommt.

Nach der einstündigen Vorführung im Blickle Kino wird Claudia Slanar, Kuratorin des Ursula Blickle Video Archiv, Themen wie Geschichtsschreibung, Erinnerung, Black culture und deren Repräsentation in den Medien mit dem Künstler und dem Publikum diskutieren.

Ab 20 Uhr wird Arceneauxs Film A Time To Break Silence von 2013 im 21er Haus als Performance mit einem Live-Soundtrack des Detroiter DJs Ray 7 von Underground Resistance und dem österreichischen Musiker Rupert Huber von TOSCA inszeniert und tritt in Interaktion mit der aktuellen Ausstellung AI WEIWEI translocation – transformation. Die Performance dreht sich um Martin Luther Kings letzte Rede Beyond Vietnam: A Time To Break Silence von 1967, in der er das sofortige Ende der Beteiligung amerikanischer Truppen am Vietnamkrieg forderte, und um den Science-Fiction Klassiker 2001: A Space Odyssey von Regisseur Stanley Kubrick. Der Film selbst spielt in einer verlassenen Detroiter Kirche, in der eine prähistorische Figur ziellos die fremdartige Umgebung erforscht. Getaktet nach dem progressiven Sound des legendären Detroiter Techno-Kollektivs Underground Resistance, stellt Arceneaux die Verbindung zwischen Dr. Kings Ermordung im Jahr 1968 und der Premiere des Films einige Tage danach her, um so die komplexe Verknüpfung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verdeutlichen.




25. Oktober 2016 | 19 Uhr
Beyond Time and Race: Edgar Arceneaux Rap Session with Dr. Renée Gadsden
Präsentation von Filmen und anschl. Diskussion (in Englisch)                                                                 
Universität für angewandte Kunst Wien | Eintritt frei
 
26. Oktober 2016 | 17 Uhr
Until, Until, Until…
Filmscreening und anschl. Q&A mit Claudia Slanar (in Englisch)
Blickle Kino im 21er Haus | 5 Euro
 
26. Oktober 2016 | 20 Uhr
A Time to Break Silence
Performance mit Live-Soundtrack von Ray 7 (Underground Resistance) und Rupert Huber (TOSCA)
Mit Gastauftritt von Renée von Herzen
21er Haus | Performance kostenlos mit gültigem Ausstellungsticket | Kombiticket: 9 Euro (Performance & Screening)
 
26. Oktober 2016 | 22 Uhr
Afterparty mit DJ Set von Ray 7 (Underground Resistance)
FLUC | Ticket: 7 Euro oder 5 Euro mit 21er Haus Ticket


In Zusammenarbeit mit Performa New York, Universität für angewandte Kunst Wien und dem Ursula Blickle Video Archiv.
Mit freundlicher Unterstützung der US-Botschaft und der U.S. Mission zur OSZE.
Medienpartner: Superfly