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Ausstellungen


Prinz Eugen von Savoyen - 350 JAHRE

18. Oktober 2013 bis 25. Mai 2014
Winterpalais

Gut ein Jahrzehnt nach seinem Eintreffen in Wien verfügte Prinz Eugen von Savoyen über entsprechende finanzielle Mittel, um einen standesgemäßen Wohnsitz errichten zu lassen. Nach Plänen des Johann Bernhard Fischer von Erlach ließ er in der Himmelpfortgasse ein siebenachsiges Palais errichten, das in zwei weiteren Etappen um jeweils fünf Achsen auf beiden Seiten erweitert wurde. So entstand ein nach außen hin beeindruckendes Gebäude, für dessen Innenausstattung hohe Summen aufgewendet wurden. Nach dem Tod des Besitzers und dem Ankauf des Palais durch Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1752 erfolgten unter dem Hofarchitekten Nicolaus von Pacassi zahlreiche bauliche Veränderungen. Dennoch blieben bedeutende Teile der ursprünglichen wandfesten Ausstattung darunter die Deckenfresken im Audienz- wie im Paradeschlafzimmer, das Goldkabinett und die zahlreichen Groteskenmalereien erhalten.
Für die Eröffnungsausstellung im Winterpalais, einer Sehenswürdigkeit an sich, anlässlich des 350. Geburtstags des Prinzen Eugen werden insbesondere dessen Biografie und die familiäre

Herkunft, die Baugeschichte des Palais sowie die militärischen Verdienste des Hausherrn fokussiert. Ausgewählte Objekte verschiedenster Gattungen sollen sich in die bestehende Struktur der Räume einfügen und diese unterstreichen. In Bezug auf seinen persönlichen Werdegang wird die familiäre Herkunft Eugens veranschaulicht, während der baugeschichtliche Teil Aufschlüsse über das ursprüngliche Aussehen des Palais im Inneren wie teilweise durch Zeichnungen von Salomon Kleiner überliefert geben soll. Als Feldherr und Diplomat erlangte der einstige Hausherr nachhaltigen Ruhm und Reichtum. Daher überrascht es nicht, dass er seine militärischen Erfolge im Stadtpalais durch einen Zyklus von großformatigen Schlachtenbildern von Ignace Jacques Parrocel präsent hielt. Diese beeindruckenden Gemälde geben schließlich den Impuls, sich mit jener Rolle des Prinzen Eugen auseinanderzusetzen, durch die er in die Geschichtsbücher eingegangen ist.