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Ausstellungen

Tomás Saraceno

Visionen mit Luft und Licht – Becoming Aerosolar

21. Juni 2015 bis 30. August 2015
21er HausBelvedere
Mit der ersten Einzelausstellung von Tomás Saraceno in Österreich präsentiert das 21er Haus vom 24. Juni bis 30. August 2015 eine bedeutende Position an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft.
Im Zentrum von Saracenos künstlerischer Praxis stehen Überlegungen zu alternativen Lebensmodellen, die einen nachhaltigeren Umgang mit der Umwelt vorschlagen. Dabei kreisen viele seiner Projekte und Entwürfe letztlich um den hochaktuellen Begriff des Anthropozäns, der vor einigen Jahren als Bezeichnung für unser jetziges Erdzeitalter eingeführt wurde und davon ausgeht, dass der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor der biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Saraceno versucht u. a., diese Einflüsse sichtbar zu machen, und wendet dafür unorthodoxe Methoden an. Von seiner Auseinandersetzung mit dieser planetaren Herausforderung erzählt Becoming Aerosolar. Anhand einer Reihe von Skulpturen, Objekten und Exponaten präsentiert die Ausstellung die Ergebnisse eines langjährigen Forschungsprojekts, das in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Institutionen und Menschen weltweit entstanden ist. Weiterhin ist die Öffentlichkeit dazu eingeladen, sich im Zuge der Ausstellung am Bau von Leichter-als-Luft-Skulpturen zu beteiligen.

Tomás Saraceno wurde 1973 in Tucumán, Argentinien, geboren und studierte zunächst Architektur und später Kunst in Buenos Aires und Frankfurt. Er lebt und arbeitet in Berlin, wo er ein multidisziplinäres Studio leitet. Des Weiteren hatte er bereits zahlreiche Forschungs- und Lehraufträge inne, u. a. bei der NASA, der Europäischen Weltraumorganisation ESA, am Massachusetts Institute of Technology sowie an der TU Braunschweig. Seine Werke wurden weltweit in über fünfzig Einzel- und mehr als hundert Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt u. a. im Metropolitan Museum in New York, im Hamburger Bahnhof in Berlin, im K21 in Düsseldorf sowie auf den Biennalen von Venedig, São Paulo, Lyon und Moskau.

Kuratiert von Mario Codognato.