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Gustav Klimt und das Belvedere

Der Ausnahmekünstler Gustav Klimt (1862 - 1918) und das Wiener Museum Belvedere, das die bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst beherbergt, sind unter verschiedenen Aspekten eng miteinander verbunden. Bereits die Gründung der Vorgängerinstitution des heutigen Belvedere, der Modernen Galerie, im Jahr 1903 ging auf die Initiative von Klimt und anderen Künstlern zurück. Ziel war es einen Ort für die zeitgenössische österreichische Kunst zu schaffen, um diese auch in einem internationalen Kontext zu präsentieren. Noch heute basieren die wissenschaftliche Tätigkeit sowie die Ausstellungsarbeit des Belvedere auf dieser Prämisse.

Größte Klimt-Gemäldesammlung

Das Belvedere besitzt heute mit 24 Arbeiten die weltweit größte Sammlung an Ölgemälden des Ausnahmekünstlers, darunter die beiden Meisterwerke seiner Goldenen Periode Kuss (Liebespaar) und Judith sowie bedeutende Porträts wie Sonja Knips, Fritza Riedler oder Johanna Staude, Landschaften und allegorische Darstellungen. Zudem zählen des Weiteren ein autografisches Skizzenbuch von Klimt sowie der in der Wiener Secession befindliche monumentale Beethovenfries zur Sammlung des Belvedere.
 

Die Meisterwerke Gustav Klimts werden dauerhaft innerhalb der Sammlungspräsentation im Oberen Belvedere präsentiert. Anhand des umfassenden Bestandes kann die künstlerische Entwicklung Klimts von den ersten Auseinandersetzungen mit dem Historismus über die Secessionskunst bis hin zu seinem Spätwerk, das Einflüsse der Fauves und der jüngeren Generation österreichischer Künstler wie Egon Schiele aufweist, nachvollzogen werden.
 

Höhepunkt Kuss (Liebespaar)

Unumstrittenes Highlight der Sammlung ist Klimts weltbekanntes Meisterwerk Kuss (Liebespaar), das in einer allegorischen Darstellung ein eng umschlungenes Liebespaar zeigt. Auf knapp vier Quadratmetern Bildfläche wird Klimts persönlicher Stil, der durch eine nie erlahmende Offenheit für neue künstlerische Errungenschaften und Anregungen charakterisiert ist, eindrucksvoll vor Augen geführt. Das Werk verbindet neben Gestaltungsprinzipien japanischer Kunst auch Anregungen byzantinischer Mosaikarbeiten oder mittelalterlicher Tafelmalerei und lässt die Auseinandersetzung mit dem Werk Auguste Rodins, George Minnes oder Edvard Munchs erkennen. Durch die kostbare Ornamentierung und die Verwendung von Silber- und Goldauflagen wirkt das Paar den Gefährdungen irdischen Lebens und der Erfahrung des Leides gleichsam enthoben. Kuss (Liebespaar) stellt den Höhe- wie den Endpunkt einer künstlerischen Phase in Klimts Schaffen dar, in der er mit dem Gegensatz von naturalistisch geschilderten, fein gemalten Hautpartien und einer flächig-ornamentalen Auffassung der anderen Bildteile arbeitete. Dem Ornament kam dabei die Aufgabe zu, die symbolische Aussage der Bilder zu tragen. 
 

Gustav Klimt Biografie

Kontakt

Mo – Fr (außer Feiertag):
9 – 17 Uhr

T +43 1 795 57-134
F +43 1 795 57-136
E-Mail public@belvedere.at

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