Artist in Residence

Susanne Kriemann © Belvedere, Wien
A silent crazy jungle under glass, 2011-2013, Susanne Kriemann 'Modelling (Construction School)', Arnolfini, Bristol, 2013, © Courtesy RaebervonStenglin, Zürich und Wilfried Lentz, Rotterdam
© Andy Coolquitt
© Lili Reynaud-Dewar
Sunghee Pae, Urban Park, Ortspezifische Installation (Swing Space, Lower Manhattan Cultural Council, NY), 2010
Links: Ohne Titel, 2010 | Rechts: Ohne Titel, 2010 | © Bernd Ribbeck, Courtesy Galerie Kamm
Kiwon Hong im Augarten Atelier | Foto: Julia Stix © Belvedere, Wien
Andy Coolquitt, installation view, chair w/paintings , Lisa Cooley, New York, NY, 2012
Andy Coolquitt, installation view, attainable excellence, AMOA-Arthouse, Austin, TX, 2012

Artist in Residence

Im Jahr 2001 wurde das Artist in Residence-Programm des Belvedere initiiert und im Augarten Contemporary eine Wohnung mit Atelier errichtet. Seither werden internationale Künstler nach Wien eingeladen, um Arbeiten zu entwickeln und zu präsentieren, die österreichische Kunstszene kennenzulernen sowie mit ihr in Dialog zu treten.

Die Künstler des Artist in Residence-Programmes seit 2001 sind Jakob Kolding, Jonathan Monk, Róza El-Hassan, Ann-Sofi Sidén, Yoshitomo Nara, Hiroshi Sugito, Ugo Rondinone, Koo Jeong-A, Marcin Maciejowski, Silke Otto-Knapp, Julian Göthe, Gerard Byrne, Gülsün Karamustafa, Lucy McKenzie, Marianna Gartner, Christian Philipp Müller, Monika Schwitte, Ouyang Chun, David Maljković, Daniel Knorr, Michael Riedel, Seb Patane, Kiwon Hong, Jihye Park, Bernd Ribbeck, Sunghee Pae, Lili Reynaud-Dewar, Andy Coolquitt und Susanne Kriemann.

 


Susanne Kriemann
Artist in Residence Juli/September 2013
 

Susanne Kriemann (* 1972 in Erlangen, DE) untersucht in ihren rechercheorientierten Projekten Momente individueller und kollektiver Vergangenheit und deren Verhältnis zur Gegenwart. Die Künstlerin setzt sich in diesem Kontext mit dem Medium der Fotografie auseinander, die sowohl Inhalt als auch Inhaltsträgerin ihrer künstlerischen Arbeiten ist. So entstehen ausgehend von historischen Fotodokumenten eigene Fotos, die dann gemeinsam mit ihren Vorlagen zu komplexen dialogischen Installationen zusammengeführt werden. Besonderer Gegenstand von Susanne Kriemanns Untersuchungen ist die Rolle, die Bilder in der Konstruktion und Wahrnehmung von Geschichte übernehmen, und welche Bedeutung dabei im Speziellen der Fotografie zuteil wird.


Andy Coolquitt
Artist in Residence April/Juli 2013

Die Arbeiten von Andy Coolquitt (* 1964 in Mesquite, Texas) bewegen sich im Spannungsfeld von autonomem Kunstwerk sowie objet trouvé und hinterfragen Begriffe der Häuslichkeit im Kontext des Verhältnisses von privatem und  öffentlichem Raum. Coolquitt sammelt und recycelt auf der Straße gefundene Gegenstände wie Metallröhren, Flaschen und Pappkartons und stellt diese als in-betweens oder somebody- mades – auf ironische Weise die Tradition des ready-made aufgreifend – in Form von Assemblagen zusammen bzw. arbeitet sie zu eigenen Skulpturen oder Installationen um, die wie Einrichtungselemente und Interieurs anmuten. Aus dem häuslichen Umfeld ausrangierte Objekte werden bei Coolquitt so wieder Teil eines prozesshaft aufgebauten Interieurs.

Andy Coolquitt wurde 1964 in Texas geboren und lebt in Austin. Coolquitt ist für ein Haus in Austin bekannt, das er als Performance-, Arbeits- und Lebensraum seit 1994 kontinuierlich ausbaut. Seine Arbeiten waren zuletzt u. a. in folgenden Ausstellungen zu sehen: attainable excel- lence im Blaffer Museum, Houston; chair w/paintings bei Lisa Cooley, New York; + bei Locust Projects, Miami; Everyday Abstract – Abstract Everyday in der James Cohan Gallery, New York; Wir treffen uns am Abend in der Galerie Kamm, Berlin; Sculpture is three- dimensional artwork... in der Galerie Johann Koenig, Berlin; dwelling in der Ma- rianne Boesky Gallery, New York; Real Estate bei Zero, Mailand; VARIO.US.1 bei Krinzinger Projekte, Wien.

Ausstellung im 21er Raum


Lili Reynaud-Dewar
Artist in Residence Jänner/April 2013

Die französische Künstlerin und Kunstkritikerin Lili Reynaud-Dewar (*1975 in La Rochelle) führt verschiedene Medien wie Installation, Skulptur, Performance, Film, Malerei und Zeichnung zu komplexen szenischen Räumen zusammen. Das performative Moment ist dabei zentraler Gegenstand, ihre Ausstellungen bezeichnet die Künstlerin selbst als Environments für Performances. Ihre Arbeiten, die oftmals Elemente aus Tanz, Theater, Design und Popmusik aufweisen, verhandeln den Begriff der kulturellen Identität im Spannungsfeld von individuellem Zugang und gesellschaftlichen Stereotypen. Lili Reynaud-Dewar entwickelte Projekte zu weitreichenden Themen wie beispielsweise den Anfängen der Filmproduktion bei Thomas Edison (Black Mariah, 2009), dem Leben und Werk von Ettore Sottsass (In Every Room There is the Ghost of Sex, 2008) oder Sklavengemeinschaften des 19. Jahrhunderts in Jamaika (The Center and The Eyes, 2006).

Lili Reynaud-Dewar lebt und arbeitet in Paris und Grenoble. Nach dem Studium an der École Régionale des Beaux Arts de Nantes absolvierte die Künstlerin ein Masterstudium an der Glasgow School of Art. Zu ihren Einzelausstellungen der letzten Jahre zählen: Ceci est ma maison / This is my place, Magasin, Grenoble, 2012, Cleda’s Chairs, Bielefeld Kunstverein, Bielefeld, 2011 sowie Antitheater, Frac Champagne Ardennes, Reims, 2010 und Interpretation, Kunsthalle Basel, Basel, 2010. Darüber hinaus hat sie an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen, darunter La Triennale, Palais de Tokyo, Paris, 2012, The End of Money, Witte de With, Rotterdam, 2011, The Château, CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux, Bordeaux, 2011 sowie Elles@centrepompidou, Centre Pompidou, Paris, 2009. Für das Jahr 2013 sind Einzelausstellungen im Kunstraum Innsbruck und in Le Consortium, Dijon sowie die Teilnahme an der Lion Biennale geplant.

Ausstellung im 21er Raum


Sunghee Pae
Artist in Residence November/Dezember 2012

Die koreanische Künstlerin Sunghee Pae (*1980 Gumi/Korea) beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit dem urbanen Raum, welchen sie in seiner Rolle des idealen Ortes untersucht. Sowohl die Architekturdesigns sich schnell entwickelnder Megacities als auch historische Anlagen wie Renaissance- und Barockgärten finden als inhaltliche sowie kompositorische Ansätze Eingang in ihre Arbeiten. Die Künstlerin verhandelt zum einen den inhärenten Wunsch des Menschen idealen Landschaftraum zu schaffen. Zum anderen deuten die menschenleeren, betont artifiziellen Landschaften ihrer Installationen, welche großflächigen Architekturmodellen gleichen, das Scheitern derartiger Visionen an und thematisieren den schmalen Grat zwischen utopischen und dystopischen Szenarien.

Sunghee Pae wurde im Rahmen eines Künstleraustausches nach Wien eingeladen, welcher vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten anlässlich der Feierlichkeiten zu 120 Jahren der Aufnahme, sowie 50 Jahren der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Korea und Österreich initiiert wurde. Das Belvedere und das National Museum of Contemporary Art Korea (NMCA) wurden auserwählt jeweils drei nationale Künstler als Artist in Residence in das jeweilige Partnerland zu entsenden. Nach Kiwon Hong und Jihye Park wird ab November Sunghee Pae Gast im Atelier des Belvedere im Augarten sein.


Bernd Ribbeck
Artist in Residence September/Oktober 2012

Der Umgang mit einer nichtlinearen Vorstellung von Zeit ist zentraler Bestandteil der künstlerischen Auseinandersetzungen von Bernd Ribbeck (*1974 in Köln). Durch Schichtungen und Verschiebungen entstehen Bilder, denen eine nicht definierbare zeitliche Dimension eigen ist. So erinnern Ribbecks kleinformatige abstrakte Malereien mit ihrem Einsatz von geometrischen Formen wie Kreisen, Ellipsen, Rauten und Dreiecken zwar an das Formenvokabular der Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts, lösen dieses aber aus seinem historischen Zusammenhang und überführen es in eine eigene Bildwelt zeit- und gegenstandsloser Darstellungen. Die Arbeiten sind durch einen ausgedehnten Arbeitsprozess des Ab- und Auftragens von Farbe sowie des Ausbreitens und Eingrenzens von Formen gekennzeichnet, dessen Ergebnisse sich in einem Spannungsverhältnis von Farbe und Form, Linie und Fläche, Zerstörung und Aufbau bewegen.

Bernd Ribbeck lebt und arbeitet in Berlin. Nach dem Studium der Kunstgeschichte studierte er Malerei an der Hochschule der Künste Berlin, an der Akademie der bildenden Künste München und an der Kunstakademie Düsseldorf. 2002 lebte und arbeitete er in der Cité Internationale des Arts in Paris. Seit 2000 ist der Künstler in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland vertreten u.a. Galerie Joanna Kamm, Berlin; Alison Jacques Gallery, London; Galerie Peter Kilchmann, Zürich; Oldenburger Kunstverein mit Claudia Wieser. Zu wichtigen internationalen Gruppenausstellungen zählen The Long Dark, Kettle's Yard, Cambridge (2010); die Manifesta 2008, Trentino und das Glasgow International Festival of Visual Art (2008).

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