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Institut für Werkverzeichnisse

Als Kompetenzzentrum für die Erforschung und Bewahrung österreichischer Kunst erhält und dokumentiert das Belvedere verstärkt Nachlässe österreichischer Künstler. Ein Schwerpunkt wissenschaftlicher Recherche liegt in der Publikationsreihe der Belvedere Werkverzeichnisse. Hierfür wurden dank der finanziellen Unterstützung des Dorotheum im Research Center des Belvedere 2010 das Institut für Werkverzeichnisse gegründet, das sich zum Ziel gesetzt hat, Œuvres bedeutender österreichischer KünstlerInnen vom Barock bis in die Gegenwart wissenschaftlich zu dokumentieren.

  • Marc Adrian (1930–2008)  Dr. Cornelia Cabuk, Mag. Harald Krejci
  • Friedrich von Amerling (1803–1887)  Dr. Sabine Grabner, Dr. Stefan Üner
  • Tina Blau-Lang (1845–1916)  Dr. Markus Fellinger, Mag. Claus Jesina
  • Herbert Boeckl (1894–1966)  Dir. Dr. Agnes Husslein-Arco, Univ. Prof. Dr. Matthias Boeckl, Mag. Kerstin Jesse
  • Josef Danhauser (1805–1845)  Dr. Sabine Grabner
  • Jean Egger (1897–1934)  Univ. Prof. Dr. Matthias Boeckl, Dr. Cornelia Cabuk
  • Gerhart Frankl (1901–1965)  Dir. Dr. Agnes Husslein-Arco, Dr. Stefan Üner
  • Carry Hauser (1895–1985)  Dr. Cornelia Cabuk
  • Hans Makart (1840–1884)  Dr. Gerbert Frodl
  • Franz Xaver Messerschmidt (1736–1783)  Dr. Maria Pötzl-Malikova
  • Martin van Meytens (1695–1770)  Dr. Georg Lechner
  • Carl Moll (1861–1945)  Dr. Cornelia Cabuk
  • Koloman Moser (1868–1918)  Dr. Stefan Üner
  • Anton Romako (1832–1889)  Dr. Cornelia Reiter
  • Otto Rudolf Schatz (1900–1961)  Univ. Prof. Matthias Boeckl, Dr. Cornelia Cabuk
  • Emil Jakob Schindler (1842–1892)  Dr. Alexander Klee
  • Curt Stenvert (1920–1992)  Mag. Kerstin Jesse
  • Alfred Wickenburg (1885–1978)  Mag. Lucia Beck

Fachlich relevante Hinweise richten Sie bitte an das Research Center unter werkverzeichnis@belvedere.at.

Kontakt

Institut für Werkverzeichnisse

Dr. Cornelia Cabuk
T +43 1 795 57-257
E-Mail c.cabuk@belvedere.at

Dr. Stefan Üner
T +43 1 795 57-133
E-Mail s.uener@belvedere.at

E-Mail 
werkverzeichnis@belvedere.at

In der Reihe Belvedere Werkverzeichnisse erschienen

Marc Adrian

Verfasser: Dieter Bogner, Cornelia Cabuk, Harald Krejci, Olaf Moeller | 978-3-902805-98-0 (Deutsch/Englisch)

Marc Adrian (1930–2008) zählte zu den herausragenden Künstlern einer protestierenden, internationalen Neo-Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Multitalent war er Erfinder neuer Bildwelten und arbeitete als Bildhauer, Maler, Grafiker, Filmemacher, Fotograf und Schriftsteller in Österreich und international. Mit seinen Untersuchungen zur Bewegung und Wahrnehmung leistete er einen Beitrag zu den internationalen Bewegungen ZERO, den Neuen Tendenzen und arte programmata, der zu seiner Teilnahme als einziger Österreicher an der großen Op Art Ausstellung The Responsive Eye 1965 im MoMA in New York führte. Sein Weltbild des Kinetismus verwirklichte er intermedial in neuen Gattungen, Genres und Technologien und arbeitete zunächst mit Kurt Kren auch auf dem Gebiet des Experimentalfilms. In seiner Sprach- und Medienkritik zählte er zu den ersten Künstlern, welche den Computer als Zufallsgenerator einsetzten und war 1968 an der legendären Ausstellung Cybernetic Serendipity in London beteiligt. Anhand des schriftlichen Nachlasses wird der künstlerische Werdegang analysiert und seine Bedeutung im Kontext der internationalen Entwicklung beleuchtet. In der Serie der Belvedere Werkverzeichnisse umfasst seine Werkdokumentation 894 Positionen, medienübergreifend in allen Gattungen und zu einem erheblichen Teil erstmals publiziert.

Herbert Boeckl

Verfasser: Agnes Husslein-Arco, Matthias Boeckl, Kerstin Jesse | ISBN: 978-3-900000-21-9 (Deutsch), 978-3-900000-54-7 (Englisch)

Herbert Boeckl (1894–1966) zählt zu den zentralen Figuren der österreichischen Moderne. Als Maler und auch als Professor und später als Rektor der Akademie der bildenden Künste in Wien prägte der Autodidakt mit seinem Werk und seinen Ansichten den heimischen Kunstbetrieb nachhaltig. Aufbauend auf den Errungenschaften der „Neukunstgruppe“ um Egon Schiele und Oskar Kokoschka avancierte Boeckl zum Hauptvertreter der expressiven modernen Malerei Österreichs. Auf Basis des Werkverzeichnisses der Gemälde von Leonore Boeckl aus dem Jahre 1975 (370 Katalognummern) sowie umfangreichen Recherchen und neuem Archivmaterial wurde ein nach neuen wissenschaftlichen Anforderungen überarbeitetes Verzeichnis der Gemälde, Skulpturen, Fresken und Gobelins Boeckls erstellt, das 411 Arbeiten dokumentiert.

Anton Romako. Pionier und Außenseiter der Malerei des 19. Jahrhunderts
Monografie mit Werkverzeichnis

Verfasser: Cornelia Reiter | ISBN: 978-3-900000-83-7 (Deutsch)

Anton Romako (1832–1889) zählt zweifellos zu den faszinierendsten Gestalten der österreichischen Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Als schillernde und widersprüchliche Persönlichkeit hat er ein ebensolches Werk hinterlassen, das weit in die Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts, vor allem den österreichischen Expressionismus, vorausweist. Romako entpuppt sich in der  vorliegenden Monografie mit Werkverzeichnis auch als ein international vernetzter und äußerst gut informierter Künstler. Die komplexe Tiefe seiner zeitgeschichtliche Phänomene spiegelnden Malerei wird von Cornelia Reiter in diesem Band mit 880 Werken erstmals umfassend kunsthistorisch dokumentiert.

Josef Danhauser. Biedermeierzeit im Bild

Verfasser: Sabine Grabner | ISBN: 978-3-205-78718-1 (Deutsch)

Josef Danhauser ist einer der bedeutendsten Maler der Biedermeierzeit. In seinen Bildern werden die kleinen und größeren menschlichen Schwächen humorvoll dargestellt, meist basierend auf einem Zitat der Bibel oder einem anderen Werk der Weltliteratur, dessen Inhalt er aktualisierte. Die Werke sind überdies ein Dokument vom zeitgenössischen Lebens- und Einrichtungsstil, da der Maler bevorzugt seine neuesten Kreationen der Danhauserschen Möbelfabrik integrierte. Die Darlegung der künstlerischen Entwicklung Josef Danhausers als Maler sowie die Schilderung seines Lebens ist ergänzt durch ein Werkverzeichnis, in dem alle bekannten Gemälde und Zeichnungen in mehr als 554 Werkverzeichnis-Nummern aufgelistet und, so vorhanden, auch bebildert sind.

Carry Hauser. Monografie und Werkverzeichnis

Verfasser: Cornelia Cabuk | ISBN: 978-3-99028-055-3 (Deutsch), 978-3-99028-106-2 (Englisch) 

Der Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Dichter Carry Hauser (1895–1985) war er ein Vorreiter der österreichischen Moderne. In der Reihe der Werkverzeichnisse des Belvedere werden neben einer ausführlichen Biografie erstmals 1420 Werken dokumentiert und teilweise neu entdeckt. Die Schaffensperiode von Carry Hauser erstreckt sich fast über das gesamte zwanzigste Jahrhundert. Er hat in dieser krisenhaften Zeit zweier Weltkriege, Exil und Emigration einen unverwechselbaren und wertvollen Beitrag zur österreichischen Kunst geleistet. Durch die systematische Dokumentation des Lebens und Werks Hausers kann seine grundlegende Bedeutung für die Durchsetzung der Moderne in Österreich neu bewertet werden.

Hans Makart. Werkverzeichnis der Gemälde

Verfasser: Gerbert Frodl | ISBN: 978-3-99028-194-9 (Deutsch)

Das neue Werkverzeichnis der Gemälde Hans Makarts (1840–1884) von Gerbert Frodl würdigt einen großen österreichischen Künstler des späten 19. Jahrhunderts. Makart, berühmt durch seine opulente, sinnlich berauschende Malerei, die häufig als Farbenrausch bezeichnet wurde, wurde sowohl vom Publikum als auch von der Kunstgeschichte immer wieder unterschiedlich bewertet. In seiner Zeit war Makart, der eine wichtige Schnittstelle zwischen der Kunst des 19. Jahrhunderts und der herannahenden Moderne darstellt, einer der gefragtesten Künstler überhaupt. Heute ist die kunsthistorische Bedeutung dieses Ausnahmekünstlers unumstritten. Der Band dokumentiert erstmals nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen 657 Werke.

Franz Xaver Messerschmidt. Monografie und Werkverzeichnis

Verfasser: Maria Pötzl-Malikova | ISBN: 978-3-902805-73-7 (Deutsch/Englisch)

Ohne Zweifel ist Franz Xaver Messerschmidt (1736–1783) eine der außergewöhnlichsten Künstlerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts. Sein Schaffen bewegt sich zwischen vollendeter höfischer Repräsentation und den sogenannten Charakterköpfen. Diese zeigen vor allem auch die hohen Ansprüche, die der Künstler an sich selbst stellte. Messerschmidts Leben und Werke wurden auf vielfältige Art und Weise interpretiert, gaben Anlass zu Spekulationen um seinen Geisteszustand. Maria Pötzl-Malikova vermag in dem vorliegenden Band, der 128 eigenhändige Werke verzeichnet, viele Stereotype zu entkräften und das Leben dieses genialen Bildhauers für den Leser eindrücklich nachvollziehbar zu machen.
 

Die Werkverzeichnisse sind in unseren Shops sowie online über unseren Book-Shop erhältlich.